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Marco Sara

Das friaulische Weingut Marco Sara (auch: MarcoSara), das nach seinem Besitzer und Weinmacher benannt ist, liegt im Norden von Udine im kleinen Dorf Savorgnano del Torre. Den Namen sollte man sich unbedingt merken, wenn man auf der Suche nach ursprünglichen, terroirverbundenen Weinen aus dem Friaul ist.

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Marco Saras gesamte Vision ist in einem Halbsatz erfasst: auf ungewöhnlichen Weinbergen ungewöhnlich gute Weine mit Terroirausdruck zu produzieren. Und das gelingt der Familie Sara ganz hervorragend. Das Weingut liegt im nordöstlichen Friaul, einer fast schon mystischen Gegend Nordostitaliens, die sich immer noch ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat. Die Spezialität des Weinguts Marco Sara sind lupenreine Terroirweine mit dem gewissen Etwas. Zum einen wirken hier die als Ponca bekannte spezielle Erde und die verhältnismäßig kühlen Sommer mit einer längeren Vegetationsperiode, zum anderen aber auch der Wunsch des Weinmachers nach Reinheit, die sich sowohl in den autochthonen Gewächsen, puren Weinen als auch in der ökologischen Weinbergpflege widerspiegelt. Obwohl es immer schwieriger wird, von echten Geheimtipps zu sprechen, gehört Marco Sara tatsächlich zu jenen selten gewordenen Toppweingütern, die sich wie Rohdiamanten verstecken. Sicherlich nicht mehr lange!

Weinberge inmitten von Wäldern: Marco Saras ökologische Vision

Das Weingut Marco Sara ist ein kleines ökologisches Refugium inmitten der "wilden" Landschaft Friauls. Es besteht aus zwei Weinlagen von insgesamt acht Hektar, die zum Dorf Savorgnano del Torre in der Gemeinde Povoletto nördlich von Udine gehören. Savorgnano selbst liegt in der unter Weinliebhabern bestens bekannten Denomination DOC/DOCG Colli Orientali del Friuli und hat, wenn auch inoffiziell, den Status einer Unterzone, denn hier herrscht ein besonderes Mikroklima, was starke, eigenständige, um nicht zu sagen: eigensinnige Terroirs nach sich zieht. Im Sommer ist es in Savorgnano merklich kühler als in den anderen Regionen der Colli Orientali. Der Winter hier fällt zum Ausgleich etwas milder als im übrigen Gebiet aus. Für Schutz gegen kalte Nordwinde sorgen die nahen Julischen Alpen, während das Adriatische Meer nur 45 Kilometer Luftlinie entfernt liegt und salzige, warme Luftströmungen im Winter und erfrischende Briesen im Sommer mit sich bringt. Die Gegend ist mit einer Jahresniederschlagsmenge von 1600-1800 mm deutlich feuchter. 

Vier Hektar eigenen Waldes umgeben die Weinberge von Marco Sara, was ein sehr wichtiger Faktor für das spezifische Mikroklima der Weinlagen ist, die auf Höhen zwischen 175 und 300 m. ü. M. liegen. Doch nicht nur das Klima ist hier besonders. Ein sehr wichtiges Unterscheidungsmerkmal stellt die Zusammensetzung der hiesigen Erde dar, die "Ponca" genannt wird. Sie besteht aus einem Gemisch aus Lagen von Mergel, Ton und Sandstein. Dominant sind die Schichten von bröckeligem Mergel, der einen deutlichen Calciumkarbonatgehalt aufweist, was teilweise alkalische Verhältnisse schafft. 

Das kulturelle Gedächtnis der hier ansässigen Bauern und Winzer weiß, dass hervorragende Weißweine aus Trauben der höheren Lagen mit Ponca-Erde entstehen, während gehaltvolle Rotweine aus Trauben der niedriger liegenden, tondominanten Lagen gemacht werden. Daran hält sich auch der Winzer Marco Sara. 

Seine vier Hektar große Lage "Monte della Guardia" liegt im Nordwesten von Savorgnano del Torre auf circa 300 m. ü. M. und ist eingebettet in eine intakte Natur, die von Wäldern bestimmt wird. Sie gehört zum alten Teil des Familienbesitzes, wovon im Moment nur zwei Hektar genutzt werden, während der Rest des Weinbergs als auch ein altes Bauernhaus auf ihre Restaurierung warten. Bestockt wurde der Weinberg zunächst in den 1960er Jahren, auch wenn Teile davon älteren Datums sind, erneut wurde es in den 1970ern und in den 2000er Jahren renoviert. Die jüngsten Weinbergarbeiten hängen mit der veränderten Philosophie des Weinguts zusammen, das ausschließlich nach ökologisch-nachhaltigen Maßstäben und mit regionalen Rebsorten bearbeitet wird. Im Zuge der Umstrukturierung wurden die ehemaligen "Fremdlinge" Merlot und Gamay entfernt und der Weinberg mit Friuliano, Picolit und Schioppettino bestockt. 

Auf der anderen Seite des Dorfes besitzt das Weingut eine insgesamt 3,5 Hektar große Weinlage, die sich aus den Weinbergen "Rive Colviere" und "Riu Falcon" zusammensetzt. Sie liegen wenige Kilometer auseinander auf 250 und 350 m. ü. M. und unterscheiden sich mikroklimatisch und geologisch voneinander, was zu nuancierten Terroirweinen führt. Hier wachsen seit den 1960ern und 1970ern Friulano, Picolit, Schioppettino, Verduzzo und Ribolla Gialla. Für seine Neubepflanzungen verwendet der Winzer weitestgehend alte Klone, die das Terroir bereits "kennen" und seit Jahrhunderten akklimatisiert sind. 

Seit 2005 verzichtet das kleine Familienunternehmen auf alles Synthetische und Chemische im Weinberg und ist stolz auf die 2011 verliehene biodynamische Zertifizierung. Dazu gehört selbstverständlich nicht nur händische Arbeit in den Weinbergen, sondern auch natürliche Revitalisierung und Lockerung der Bodenschichten, Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfung und ein hohes Maß an Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Weinguts. Die Weinparzellen werden streng nach Terroir und entsprechend der natürlichen Erfordernisse der Rebsorten bestellt, wozu beispielsweise das alte Erziehungssystem Cappuccina gehört, das sich bestens für die Rebsorten Friulano und Picolit eignet, während das Guyot-System bei den Refosco- und Schioppettino-Reben zum Einsatz kommt. 

Marco Sara hat sich mit Haut und Haar dem friaulischen Mikroterroir seiner beiden sehr speziellen Lagen verschrieben und möchte nur Weine aus einheimischen oder vor Jahrhunderten einheimisch gewordenen Trauben produzieren, die das Spezifische der Lagen im Geschmack und Geruch zum Ausdruck bringen. Tatsächlich muss man dem Winzer Marco Sara Recht geben, wenn er das herausstechendeste Merkmal seiner Weinkreationen als "pikant" und "einmalig" umschreibt. Um seine Weinberge besser zu verstehen, engagiert Marco Sara einen Agronomen, der ihm mit Rat und Erklärungen zur Seite steht. 

Was im Weinberg beginnt, wird im Weinkeller fortgesetzt, das heißt auch hier dreht sich alles um die Terroirnoten, die aus den Trauben in den Wein übergehen sollen. Daher vermeidet der Weinmacher jede invasive Önologie, stattdessen werden die Trauben je nach Parzelle separat verarbeitet, schonend gepresst und spontan vergoren, wobei der eigene Pied de Cuve (Hefeanstatz) als Starter dient. Die weißen Trauben werden ohne Stieltrennung verarbeitet. Der Most wird ohne Pressung als sogenannter Blumenmost gewonnen. Die Gärung erfolgt in Betontanks und in Holzfässern von 10 Hektolitern oder in Barriques. Der Alterungsprozess der Weißweine beträgt je nach Weinsorte zwischen sechs und 24 Monate. 

Bei den roten Trauben beginnt ihre Verarbeitung mit Entrappen und Zerkleinern. Der Gärprozess auf eigenen Hefen dauert 20 Tage und wird in Betontanks vorgenommen. Während bei den Weißweinen nur der Blumenmost zur Anwendung kommt, verwendet der Weinmacher bei den Rotweinen sowohl den gepressten als auch den Blumenmost, wobei beide separat veredelt werden, was circa 24 Monate dauert. Die Zusammenführung erfolgt erst am Ende des Gärprozesses. Bei der Veredlung kommen sowohl Barriques als auch Stockinger-Fässer, die aus der weltbesten Fassbindermanufaktur in Niederösterreich kommen, und 10-Hektoliter-Fässer aus slawonischer Eiche. Nach der Fasslagerung kommt der Wein anschließend für sechs Monate in Betontanks. Nach dieser Zeit wird er ohne Filtration in Flaschen abgefüllt. 

Auf den ökologisch nachhaltig bewirtschafteten Weinparzellen von Marco Sara wird einen ganzen Monat von Mitte September bis Mitte Oktober gelesen. Da das Weingut gerne mit Botrytis (Edelfäule) experimentiert, wird in guten Jahren die Ernte bis ans Ende Oktober verschoben, um entsprechenden natürlichen Befall mit dem Edelschimmelpilz zu erreichen. Kurz vor der eigentlichen Lese werden einige Traben für den eigenen Pied de Cuve gesammelt.

Alte Weingeschichten auf friaulischer Ponca-Erde 

Das Weingut Marco Sara hat keine uralte Geschichte zu verzeichnen, denn seine offizielle Gründung geht auf das Jahr 1954 zurück. Benannt ist das Weingut nach seinem heutigen Besitzer und Winzer Marco Sara, der das Gut von seinem im Jahr 2000 verstorbenen Vater übernommen hat. 

Dennoch ist das mit Weinreben teilweise bewirtschaftete ursprüngliche Bauernland wesentlich älter, denn die friaulischen Bauern haben schon immer Wein gekeltert, doch keiner kümmerte sich darum, diese Tatsache schriftlich festzuhalten. Planmäßige Bestockung der Parzellen im größeren Stil fand erst in den 1950er und vor allem in den 1960er Jahren, womit das offizielle Gründungsjahr des Weinguts auf das Jahr 1962 datiert wird. Das waren Jahre, in denen die Saras immer mehr auf die typische, überall in Italien stattgefundene Mischwirtschaft zugunsten der Rebenmonokultur verzichtete. Man war mit Weinreben aufgewachsen, stellte seine eigenen Weine nach uralter Tradition her, kannte seine Ponca und bedurfte keiner weiteren Belehrungen. Aus dieser bäuerlichen Tradition heraus stammt auch Marco Sara ab, der zusammen mit seiner Ehefrau Sandra das Weingut ab 2000 neu zu strukturieren begann. 2003 ging er mit seinem eigenen Weinportfolio an die Öffentlichkeit – mit großem Erfolg. Die nächste Generation, Sandro und Marco, warten schon, um die Erfolge ihres Vaters fortzuschreiben.   

Ein friaulisches Portfolio mit extraguten Terroirweinen

Das aktuelle Portfolio des Weinguts Marco Sara besteht aus neun Rot- und Weißweinen (Stand 2022). Das ergibt einen wunderbaren, auf den Punkt gebrachten Querschnitt durch die "Vino di terroir" der Region im Osten Friauls. Zu seiner Weißweinpalette gehören folgende Weine:

"Monte della Guardia" Friuli Colli Orientali, eine Cuvée aus Friulano und Verduzzo Friulano in Barrique ausgebaut. Ferner der "Erba Alta" Friulano Friuli Colli Orientali, ein 100 % Friulano-Weiße aus teilweise botrytisierten Trauben, der in großen Fässern und in Barrique ausgebaut wird. Nächste Qualitätsstufe erreicht der reinsortige "Friulano" Friuli Colli Orientali DOC, der in Betonbottichen bis zu acht Monaten auf Feinhefe reift. Das gleiche Prozedere, nun aber mit der Ribolla-Gialla-Traube, trifft auch auf den "Ribolla Gialla" Friuli Colli Orientali DOC zu. 

Die Reihe der Rotweine beginnt mit dem reinsortigen, pfeffrigen "Schioppettino" Friuli Colli Orientali DOC, der 12 Monate mit monatlicher Batonnage reift und der zu den Lieblingen des Weinmachers zählt. Ihm folgt der reinsortige, beerendominante Refosco-Wein "Re’" Refosco Friuli Colli Orientali DOC, der der gleichen Verfeinerung unterläuft. Den "Frank", einen Cabernet Franc Friuli Colli Orientali DOC, nennt der Winzer seinen "lo straniero - non straniero", einen Fremden, der doch keiner (mehr) ist. Tatsächlich sind die Cabernet-Franc-Gewächse schon lange und bestens im Friaul etabliert. Mit "Picolit" Friuli Colli Orientali DOCG und "Mufis" Friuli Colli Orientali DOCG ist die höchste Qualitätsstufe des Weinguts Marco Sara erreicht. Beide sind reinsortige Picolit-Weine, die 12 bis 18 Monate in Barrique altern, wobei der letztgenannte ein 90 % Botrytis-Wein ist, ein aus von Edelfäulnis befallenen Trauben gekelterter Dessertwein, der eine Flaschenauflage von nur 600 Stück erreicht.  

 

Azienda Agricola Marco Sara 

Gründungsjahr: 1954 bzw. 1962
Eigentümer: Familie Sara
Önologe: Marco Sara
Jahresproduktion: ca. 28.500 Flaschen
Rebfläche: 8 Hektar in biozertifiziertem Anbau 

Notabene: Marco Sara ist ein durch und durch familiäres, dem Land verbundenes Weingut, dass nicht auf Massen eingestellt ist. Hier läuft jeder Besuch und jede Degustation sehr persönlich ab und wird von Marco oder seiner Ehefrau Sandra fachkundig begleitet. Marco Saras liebste Weintraube ist die Schioppettino, aber sprechen Sie ihn ruhig auch auf die Fotografie an, sein vielleicht drittliebstes Steckenpferd, gleich nach Wein und Musik.